Psychologisches Institut der Persönlichkeitsentwicklung

Angst vor Kontrollverlust / Manipulation

Die Befürchtung, während der Hypnose die Kontrolle über sich zu verlieren, ist einer der großen Irrtümer der Hypnotherapie.

Die Vorstellung ist, dass, sobald man in Trance ist, der Hypnotiseur mit einem machen kann, was er will – der eigene Wille wird von ihm beherrscht -.

Diese Meinungen bilden sich meist durch Show-Hypnosen, Filme oder Meldungen aus der Sensationspresse.

Doch während einer medizinischen Hypnose bekommen Sie alles mit, Sie können jederzeit aufstehen und gehen. Der hypnotische Zustand ist alles andere als eine Entrückung. Sie haben während der gesamten Trance die volle Kontrolle über sich.

Natürlich, wenn der Zustand als sehr angenehm empfunden wird – was meist der Fall ist – kann es schon mal sein, dass man ein wenig “entschwebt”. Das Gleiche geschieht aber auch bei Tagträumen. Dennoch sagt man nichts, was man nicht erzählen will. Es kann niemand zu einem Verbrechen gezwungen und niemand sexuell gefügig gemacht werden.

Im Großen und Ganzen wird während der Hypnose eher Vergessenes ins Gedächtnis zurückgeholt als andersherum. In manchen Fällen kommt es zwar tatsächlich zur gezielten, vorübergehenden Ausschaltung von Erinnerungen; dies dient aber einzig und alleine zum Schutz der Klientin oder des Klienten. So etwa, wenn während einer Therapie Gedächtnisinhalte freigelegt werden, für deren Verarbeitung die Zeit noch nicht reif ist.