Psychologisches Institut der Persönlichkeitsentwicklung

Was ist eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)?

Die MPU ist eine Fahrer-Untersuchung, welche nach bestimmten Verstößen im Straßenverkehr angeordnet werden kann. Bei der MPU wird nicht die Intelligenz bewertet; vielmehr dient sie als Entscheidungsgrundlage dafür, ob eine Fahrerlaubnis erteilt bzw. neu erteilt werden soll. Damit soll die Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen – bzw. die Reduzierung der vom Fahrer ausgehenden Gefahr auf ein Minimum – erreicht werden.

Die MPU wird von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnet und kann nicht angefochten werden. Die einzige Entscheidung, die von Ihnen zu treffen ist, besteht in der Auswahl der Stadt und des TÜVs, wo die MPU stattfinden soll.

 

Die MPU unterliegt strengen Regeln und besteht aus vier Teilen:

  1. 1.           Schriftliche Befragung:

Ein korrekt ausgefülltes Antragsformular (Lebenslauf, Gesundheitszustand, etc.) gibt Ärzten und Psychologen aufschlussreiche Informationen über Ihren gesundheitlichen Zustand – sowohl physisch als auch psychisch.

  1. 2.           Leistungstest:

Dies ist ein Test Ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten, in dessen Rahmen Ausdauer, Schnelligkeit und Konzentration geprüft werden. Sie werden in Stresssituationen versetzt und entsprechend getestet. Die Prüfung der Reaktionsfähigkeit findet an einem Computer statt. Während des Reaktionstests leuchten farbige Lampen auf; Sie müssen dann so schnell wie möglich die dazu passenden Tasten drücken. Bei der Prüfung der Konzentration müssen Sie in einem bestimmten Zeitraum einige einfache Aufgaben lösen.

  1. 3.           Medizinische Untersuchung:

Bei der medizinischen Untersuchung wird Ihre Verkehrstüchtigkeit überprüft. Dabei orientiert sich der Arzt an der Dokumentation Ihres Gesundheitszustands und – je nach dem, aus welchen Gründen die MPU angeordnet wurde -, an bestimmten weiteren Kriterien. Im Fall des Fahrens unter Alkoholeinfluss oder Drogenkonsums werden Blut-, Urin- oder Haaranalysen gemacht.

  1. 4.           Psychologische Untersuchung:

Das psychologische Gespräch ist der wichtigste Teil der MPU. Hier werden die eigentlichen Gründe für den Verlust der Fahrerlaubnis analysiert und die Probleme angesprochen. Während dieser vierten Phase, die etwa eine Stunde dauert, ist kaum jemand in der Lage, die Psychologen- und Expertengruppen zu täuschen. Lügen sind völlig nutzlos, da erfahrene Psychologen Täuschungsversuche schnell erkennen können. Daher ist es fast unmöglich, sie mit vorher gelernten Sätzen zu überzeugen. Nur wenn der Psychologe überzeugt ist, dass sich Ihr Zustand tatsächlich gebessert hat und Sie bezüglich des Führerscheinentzugs einsichtig sind, ergeht eine positive Entscheidung.

 

Nach dem Ende dieser Untersuchung müssen Sie das Gesprächsprotokoll unterschreiben. Das ist die letzte Gelegenheit, ggf. noch etwas richtigzustellen und Ergänzungen vorzunehmen. Sodann wird das Ergebnis der Untersuchung entweder sofort mitgeteilt oder in ca. 5-14 Tagen per Post übersandt.

Haben Sie  offene oder individuelle Fragen? Kontaktieren Sie uns gern jederzeit. Wir freuen uns, Sie umgehend und umfassend beraten zu dürfen!

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